MINNE_LOGO_ALTTEXT

Lutherweg

Auf spirituellen Wegen ...

Foto: SIESING Foto: SIESING

Mit der Entwicklung und Vermarktung eines Lutherweges in Sachsen wurde ein spiritueller Rundwanderweg geschaffen, der die wichtigsten reformatorischen Städte in Sachsen miteinander verbindet. Zugleich ist der Lutherweg in Sachsen ein Teil des mittlerweile sich auf sieben Bundesländer ausdehnenden Wegenetzes, dessen Hauptschwerpunkt in Mitteldeutschland liegt.

Kooperation von Tourismus, Politik und Kirche

Der Lutherweg entstand in Zusammenarbeit von Tourismus, Politik und Kirche. Die Gesamtkosten von rund einer Million Euro für die Entwicklung und Herstellung der Beschilderung des Weges, für die Vermarktung und die Projektbetreuung finanzieren sich aus Fördermitteln im Rahmen der ILE-Förderung der Europäischen Union, Landesmittel des Freistaates Sachsen sowie Eigenmitteln der teilnehmenden Partnerkommunen.

Ein Kabinettsbeschluss aus dem Jahr 2008 bekräftigte die Schaffung des Lutherweges in Sachsen. Als Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Lutherdekade vertritt Landrat a.D. Christian Otto die Interessen des Lutherweges. Die Grundlage für den Wegverlauf bildete das Arbeitsdokument der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, von Oberkirchenrat a.D. Dr. Christoph Münchow.

Im August 2011 begann der Tourismusverband „Sächsisches Burgen- und Heideland“ e.V. als Träger des Projektes mit der Umsetzung. Projektleiterin und Geschäftsführerin des Verbandes Dr. Katharina Sparrer: „Nach vier Jahren ist ein spiritueller Rundwanderweg entstanden, der als Lutherweg Orte miteinander verbindet, die einen besonderen Bezug zur Reformation haben, sei es durch das Wirken Martin Luthers selbst oder anderer Reformatoren oder durch besondere Ereignisse, die im Kontext mit der Reformation stehen. Ziel ist es, das für die Region bedeutsame Thema touristisch hochwertig aufzuarbeiten sowie den Landtourismus zu stärken.“

Der Lutherweg in Sachsen als Teil des Mitteldeutschen Lutherweges erstreckt sich auf rund 550 Kilometern. Zu erkennen ist der Weg, der auf vorhandenen Wegen durch Städte, Dörfer, Wald und Flur führt, an dem stilisierten „L“ auf weißem Grund. Insgesamt 43 Informationstafeln informieren über die Kommunen und die Bezugspunkte der Reformation. Zusätzlich ist auf den Tafeln ein Spruch eines Reformators vermerkt. Dieser soll den Wanderern als „geistiges Reiseproviant“ mit auf den Weg gegeben werden.

Die Qualitätssicherung entlang des Lutherweges gehört zu den künftigen Aufgaben. Gästeführer werden ausgebildet, Veranstaltungsangebote zusammen geführt. Zahlreiche Print-Produkte wie Wanderheft, Wanderpass, Motorradkarte, Radwegekarte informieren über den Wegverlauf und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.

Ausführliche Informationen zum Lutherweg finden Sie hier.