MINNE_LOGO_ALTTEXT

Rückblick: Komplexprojekte der vergangenen Jahre

Geschichte und Kultur erlebbar machen

Entdeckerpfad Gnandstein - Foto: Bianka Behrami Entdeckerpfad Gnandstein - Foto: Bianka Behrami

In der zurückliegenden Förderperiode 2007 bis 2013 begannen verschiedene Komplexprojekte. Sie legen den Fokus auf ein konkretes Thema aus den Bereichen Geschichte oder Kultur und ermöglichten eine intensive Bearbeitung von diesem. Die Themenbereiche sind nach wie vor wichtig für die Region.

Bisherige Komplexprojekte

Die Welt des Roten Porphyr 

Das Komplexprojekt „Die Welt des Roten Porphyr“ wurde seit dem Jahr 2003 systematisch bearbeitet. Mit einer Rahmenplanung für den Rochlitzer Berg wurden die Visionen und Vorhaben für dieses Gebiet festgeschrieben und der Grundstein für die raumordnerische Entwicklung gelegt. 

Dabei konnten die folgenden Maßnahmen realisiert werden:

  • 2005: Porphyrlehrpfad auf dem Rochlitzer Berg mit Historischem Unterstand inklusive Begleitheft
  • 2006: Parkplatz am Waldrand am Fuße des Rochlitzer Berges
  • 2006: Erlebnistour Seelitz - Dem Porphyr auf den Fersen inklusive Begleitheft
  • 2006: Parkplatz im Kolkautal
  • 2007: Walderlebnispfad Wechselburg inklusive Begleitheft
  • 2007: mobiler Infopunkt auf dem Rochlitzer Berg
  • 2009: Umsetzung der Schrämmmaschine mit verschließbarer Arbeitsstätte
  • 2010: Klostergarten Wechselburg
  • 2010: Waldspielplatz Rochlitzer Berg
  • 2011: Informations- und Begegnungszentrum am St. Johannes Stolln in Seelitz (Ausstellungsraum und Unterschlupf)
  • 2013/2014: Schaffung der Rahmenbedingungen zur Integrierung der Region in den geplanten Geopark
  • 2014: Ernennung des Geoparks „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“ zum 15. Nationalen Geopark in Deutschland
  • 2014: Umnutzung des Sozialgebäudes zum Geoportal Porphyrhaus
  • 2014: Geotour Rochlitz – Rochlitzer Berg

Sie alle bildeten einen hervorragenden Grundstock für die weitere Bearbeitung des Komplexprojektes und die Schaffung zusätzlicher attraktiver Angebote, die das kulturelle Erbe der Region in den Mittelpunkt rücken und regionale Strategien beachten. So sind sie auch akutell noch wichtige Grundlagen für die drei Erlebnispfade "Auf den Spuren des Rochlitzer Porphyrs", deren Begleithefte 2020 neu aufgelegt wurden, und die dazugehörigen Angebote der Gästeführer der Region.

Geopark "Porphyrland. Steinreich in Sachsen"

Besonderes Augenmerk lag auf der Vernetzung mit dem Geopark „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“. Ziel war und ist es auch weiterhin, den Rochlitzer Berg zu einem geotouristischen Besuchermagnet zu entwickeln. Eng damit verbunden ist die Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und die Erhöhung der Bleibebereitschaft – durch die Schaffung abwechslungsreicher Freizeitmöglichkeiten für alle Altersgruppen auf der einen Seite und die Sicherung von Arbeitsplätzen auf der anderen.

Der Geopark „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“ trägt seit November 2014 ein besonderes Gütesiegel. Er ist gehört zu den 16 Nationalen GeoParks in Deutschland. 2019 konnte das Gütesiegel verteidigt werden.

Mit dem Gütesiegel sind strenge Maßstäbe zur Sicherung der nachhaltigen Entwicklung des Geoparks Porphyrland verbunden, die alle fünf Jahre kontrolliert werden. Die Zertifizierung als Nationaler GeoPark wird von einem Expertenteam der GeoUnion /Alfred-Wegener-Stiftung vorgenommen. Die Richtlinien zur Annahme der Bewerbung erarbeitete der Bund-Länder-Ausschuss Bodenforschung.

Zur Geopark-Region zwischen den Hohburger Bergen, dem Collm bei Oschatz, dem Rochlitzer Berg und den Naunhofer Seen haben sich bisher 13 Kommunen zusammengeschlossen. Träger ist von Anfang an der Verein Naturpark Muldenland e.V., der sich inzwischen in Verein Geopark „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“ umbenannte.

Das Porphyrland überzeugte mit einem klaren geologischen Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen deutschen Geoparks. Er umfasst eines der größten permischen Vulkanitgebiete Europas und setzt die im Verlauf der Erdgeschichte entstandenen Rohstoffe, allen voran den Porphyr und das daraus entstandene Kaolin, in ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung für den Besucher spannend in Szene.

Geoportal Porphyrhaus

Die Eröffnung des Porphyrhauses als Geoportal auf dem Rochlitzer Berg im September 2014 war ein wichtiger Schritt zur Etablierung eines „Zentrums der Kultur und Bildung, der Kreativität und Erholung“.

Das Porphyrhaus stellt eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Angeboten dar, indem es den Schwerpunkt auf geologische Aspekte lenkt. Diese können verschiedenen Zielgruppen wie Kindern und Jugendlichen, Einheimischen, aber auch Studenten, Wissenschaftlern und Künstlern anschaulich vermittelt werden.

Geotour Rochlitz - Rochlitzer Berg

Um der Öffentlichkeit mehr über die Nutzung des seit Jahrhunderten abgebauten Porphyrs zu vermitteln, wurde eine Geotour als Verbindung Rochlitzer Berg – Rochlitzer Schloss – Stadt Rochlitz entwickelt. Damit wird eine traditionell seit dem 19. Jahrhundert bestehende Verbindung zwischen Berg und Stadt (Rudolph-Zimmermann-Weg) aufgewertet. 

Am Wegesrand der rund sechs Kilometer langen Tour gibt es viele historische und geologische Besonderheiten zu entdecken.

Das Faltblatt zur Geotour können Sie sich hier herunterladen:

Faltblatt Geotour (4 MB)

Porphyrtag

Zur weiteren Bekanntmachung der bisher geschaffenen Anziehungspunkte findet nach wie vor einmal jährlich im September zum deutschlandweiten „Tag des Geotops“ der Porphyrtag auf dem Rochlitzer Berg im Geopark "Porphyrland. Steinreich in Sachsen" statt.

Aktuelle Informationen zur Kooperation mit dem Geopark Porphyrland.Steinreich in Sachsen gibt es hier.

Bilz Gesundheits- und Aktivregion

Sich gesund ernähren, viel frische Luft und in Bewegung bleiben – schon Friedrich Eduard Bilz wusste, was dem Körper gut tut. In Arnsdorf bei Penig geboren war er ein Wegbereiter der Naturmedizin. Heute leben seine Ideen in der Bilz Gesundheits- und Aktivregion um Burgstädt, Lunzenau und Penig wieder auf. 

Die drei Kommunen greifen gemeinsam die Gedanken des berühmten Sohnes der Region auf und bieten aktive Möglichkeiten, um sich gesund zu ernähren und an der frischen Luft in Bewegung zu sein.

Tag der Gesundheit

Der Gesundheitstag, der zu Ehren von Friedrich Eduard Bilz immer im Juni stattfindet und seit 2008 zwischen den drei Städten wechselt, war und ist ein bedeutender Schritt, die Städte miteinander zu verbinden. 

Er bietet jedes Jahr ein buntes Programm für die ganze Familie mit aktiven Erlebnissen rund um Bewegung, gesunde Ernährung und Wohlbefinden. Mittlerweile nutzen jedes Jahr rund 2.000 Besucher den Gesundheitstag für einen Ausflug in Familie.

Bilz-Route

2012 konnte außerdem die Bilz-Route eingeweiht werden, die die drei beteiligten Kommunen aktiv miteinander verbindet. Eine Begleitbroschüre dazu wurde 2013 erarbeitet. Sie beschreibt den Verlauf der Bilz-Route, weist auf sehenswerte Anlaufpunkte am Wegesrand hin und enthält Tipps und Informationen zu F. E. Bilz und einer gesunden, aktiven Lebensweise. Damit werden die Leistungsträger vor Ort noch besser mit den Bilzschen Gedanken vernetzt, so dass interessante Wertschöpfungsketten entstehen.

Sie können sich die Broschüre hier herunterladen:

Begleitbroschüre Bilz-Route (2,8 MB)

Aktuelle Informationen rund um die Bilz-Region finden Sie hier.

Ein Traum von Kirche 

Spirituelle Themen spielen im Land des Roten Porphyr eine zentrale Rolle. Mit Knotenpunkten wie dem Kloster Wechselburg und dem Evangelischen Zentrum Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis soll der "spirituelle Tourismus" durch die Vernetzung der entsprechenden Angebote gefördert werden.

Um verschiedene Ideen mit Leben zu erfüllen, gründeten engagierte Menschen und Institutionen aus verschiedenen Konfessionen einen Verein unter dem Namen „Kirche im Land des Roten Porphyr“. Dabei wurde bewusst der Name der LEADER –Region übernommen, um eine Einheit mit den regionalen Begebenheiten zu bezeugen. Auch wenn im Namen von „einer Kirche“ die Rede ist, so handelt es sich dennoch um ein ökumenisches Projekt. Eine Reihe von Projekten ist auf der Wunschliste des Vereins zu finden. Aus allen diesen Projekten ragt das Projekt „Pilgerweg“ wie ein Leuchtturm heraus.

Pilgerweg "Via Porphyria"

So wurde von dem Verein 2011 ein überregionaler Pilgerweg, die „Via Porphyria“ erschaffen, um auf die vielen Besonderheiten hinzuweisen, die jede der großen und kleinen Kirchen im Land des Roten Porphyr vorzuweisen hat. Wer sich auf dessen Spuren begibt, lernt nicht nur die Bauwerke selbst, sondern auch verschiedene Epochen der industriellen Entwicklung und natürlich die reizvollen Landschaften im Kohrener Land, Rochlitzer Muldental und Chemnitztal kennen. Der Pilgerweg verbindet sakrale Bauwerke, Stätten der Andacht und Ruhe, aber auch kulturhistorische, kulturtechnische und touristische Kleinode der Region.

Das Begleitheft dazu können Sie sich hier herunterladen:

Via Porphyria (2,7 MB)

Pilgerführer

Um den verschieden Begleitwünschen gerecht zu werden, wurde unter der Federführungdes Vereins „Kirche im Land des Roten Porphyr e.V.“ im Frühjahr 2013 das LAG-Projekt „Ausbildung von Pilgerführern“ durchgeführt.

Mit der Etablierung des Pilgerweges zeigt sich nach wie vor die hohe Vernetzungswirkung zwischen den ILE-geförderten Kirchen. Das Interesse, den heimatlichen Kulturraum stärker zu erkunden und erleben wuchs nach wie vor spürbar. Zudem ergibt sich mit dem Komplexprojekt Rittergüter und Herrenhäuser eine hervorragende Wechselwirkung, da Objekte oft unmittelbar am Wegesrand liegen. Die kulturhistorischen Beziehungen zwischen Kirchen und Rittergütern wurde im entsprechenden Komplexprojekt herausgearbeitet.

Durch die rege Arbeit des Projektmanagements und die Koordination des Regionalmanagements konnten also wieder Vernetzungen und Synergien zu unterschiedlichen lokalen Akteuren hergestellt werden. Aus der Symbiose von Pilgern – Erleben – Übernachten – Essen ist ein Wertschöpfungskette aus Kirche – Freizeitanbietern – Beherbergung – Gastronomie und Handel geworden, die sich auf die besonderen Bedürfnisse der Pilger spezialisiert hat. Herauszustellen ist der regionale Umkreis der interessierten Kirchgemeinden. Der Pilgerweg „Via Porphyria“ etabliert sich somit im Land des Roten Porphyr und hat Potential für eine weitere Vermarktung als kirchlich-spirituelles Angebot. Darüber hinaus konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Aussenfassaden an einer Vielzahl von Kirchen saniert werden.

Weitere Informationen rund um die "Via Porphyria" finden Sie hier.

Rittergüter und Herrenhäuser 

Im Kohrener Land spielen Rittergüter und Herrenhäuser eine besondere Rolle. Wer hier unterwegs ist, wird schnell eine ganz andere Gebäudestruktur als anderswo feststellen. Denn neben den herrschaftlich anmutenden Häusern gehören auch viele Drei- und Vierseithöfe zum Ortsbild. 

Die Rittergüter und Herrenhäuser, einst Treffpunkt kulturell, politisch und künstlerisch Gleichgesinnter, lassen den Hauch vergangener Zeiten erahnen. Einige von ihnen liegen im Dornröschenschlaf, andere sind heute wieder beliebte Treffpunkte und Ausflugsziele. Ihre Bausubstanz soll nachhaltig gerettet werden, damit sich die Objekte künftig wieder zum Anziehungspunkt für Kulturinteressierte entwickeln können.

Im Rahmen eines Projektmanagements wurde in den vergangenen Jahren herausgearbeitet, dass die Entwicklung eines Rittergutes immer mit dem Bau einer Kirche einherging. Das ist ein hervorragender Anknüpfungspunkt für die Vernetzung mit den anderen Komplexprojekten im Land des Roten Porphyr, insbesondere mit der Via Porphyria sowie der Welt des Roten Porphyr, da die meisten Kirchen im Land des Roten Porphyr mindestens Fassadenelemente aus dem einmaligen Rochlitzer Porphyr besitzen.

Auf historischen Pfaden unterwegs

Herausragendes Projekt im Rahmen des Komplexprojektes Rittergüter und Herrenhäuser ist der Entdeckerpfad Gnandstein. Im Rahmen einer Vor-Ort-Begehung mit der Verantwortlichen der „Themendörfer Sachsens" wurden Gnandstein gute Chancen als "Burgdorf" eingeräumt. Mit dem Titel „Burgdorf Gnandstein" hätte die Region ein weiteres Alleinstellungsmerkmal innerhalb Sachsen. Durch die Stadt Kohren-Sahlis, dem Regionalmanagement (RM) und dem Projektmanagement (PM) wurden die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken aufgearbeitet und bewertet. Grundsätzlich fehlt es Gnandstein, das mit Burg, Märchengarten, Burggarten, Kirche, Blaudruckwerkstatt, Wanderrastplatz und verschiedenen gastronomischen Einrichtungen ein erhebliches Potential als Themendorf aufweist an einem vernetzenden Element. Projektmanagement und Regionalmanagement erstellten mit lokalen Akteuren das Konzept eines Burgpfades, der auf historischen Pfaden die einzelnen Bereiche Gnandsteins attraktiv miteinander vernetzt. Mehrere Arbeitskreissitzungen und Begehungen entwickelten das Projekt vom Konzept bis hin zum realisierbaren Pfad, inklusive Beschilderung.

Mit dem Entdeckerpfad werden der besondere Charakter Gnandsteins als Burgdorf, nämlich als Zentrum eines kleinen feudalen Herrschaftsgebiets derer von Einsiedel, und die historische Siedlungsstruktur nachvollziehbar gemacht. Im Gnandsteiner Kreuzungspunkt von Wander-, Reit- und Radwegen des Kohrener Landes, der Via Porphyria und des Lutherweges wird eine eigenständige Attraktion des Landtourismus geschaffen und ein Kulturerbe erlebbar, das sich aus dem Zusammenspiel von Burg, Rittergut und Bauerndorf entwickelt hat.

In acht Ortsbereichen wurden Tafeln aufgestellt, die mit Fotos, Jahresdaten, einem Fließtext zu besonderen Ereignissen und Einrichtungen und zu naturräumlichen und architektonischen Gegebenheiten sowie mit einem Aufruf, eine Besonderheit zu entdecken, auf den Charakter des jeweiligen Ortsbereichs hinweisen. Am Parkplatz wurde eine Übersichtstafel mit dem Ortsplan Gnandsteins errichtet, auf dem die Standorte der Tafeln eingezeichnet sind und auf dem zu einem Rundgang durch den Ortskern (1,6 km) und einen Spaziergang nach Wüstenhain und zum Friedhof (3,5 km) eingeladen wird. In einem Faltblatt werden die Details der Gnandsteiner Siedlungsstrukturen im Zusammenhang mit überregionalen Entwicklungen und Ereignissen behandelt.

Die Einweihung fand im Oktober 2013 in Form eines geführten Rundgangs mit den Verantwortlichen für die Erarbeitung des Pfades statt.

Die Kombination aus Übersichtstafeln und Faltblatt erwies sich von Anfang an als erfolgreich. Die Gäste sehen es als sehr positiv an, sich jederzeit an den Schautafeln informieren zu können und – wenn sie die Geschichte rund um das Burgdorf weiter vertiefen möchten – zusätzlich das Faltblatt als Informationsquelle nutzen zu können.

Besonders die Übersichtstafel zum Burgpfad, die direkt auf dem Parkplatz aufgestellt wurde, ist von großem Vorteil. Denn durch sie werden auch Gnandstein-Besucher, die vorher den Pfad noch nicht kannten, auf diesen aufmerksam gemacht und können ihn direkt ablaufen.

Das Faltblatt zum Entdeckerpfad können Sie sich nachfolgend herunterladen:

Faltblatt Entdeckerpfad Gnandstein (428 kb)

Eine "Schatzkarte" für die Region

Beim Komplexprojekt Rittergüter und Herrenhäuser wurde in der Erarbeitung festgestellt, dass unsere Region sehr eindrucksvolle Objekte aufzuweisen hat, die damals im ILEK an erster Stelle als Komplex betrachtet wurden. Im Sinne der Vernetzung auf der kulturhistorischen Ebene ist eine intensivere Zusammenarbeit mit der Region Leipzig empfehlenswert. Zum einen stehen die historischen Gebäude in einem Zusammenhang und zum anderen gestaltet sich das Projekt attraktiver, wenn die Objekte aus Markleeberg und Borna mit denen aus dem Land des Roten Porphyr gemeinsam betrachtet werden. Die Objekte im direkten Süden von Leipzig stellen bei den gut erhaltenen Gebäuden die Mehrzahl gegenüber denen die direkt im Porphyrland liegen dar. Im Rahmen einer stärkeren Vernetzung mit diesen Vorzeigeobjekten soll den lokalen Akteuren die Möglichkeit gegeben werden, vom direkten Umfeld zu lernen und evtl. vorhandene Angebote im Porphyrland zu erweitern.

Mit der gedruckten Faltkarte möchte das Projektmanagement auf die „Schätze“ der Region aufmerksam machen und zeigen, welche Potentiale in den geschichtsträchtigen Objekten stecken. Ziel ist es, Interessenten zu finden, die Lust haben, in einem Förderverein rund um eines der Gebäude aktiv zu werden und unsere Region so für alle noch ein wenig interessanter zu gestalten.

Um die Lage und die Angebote der einzelnen Objekte zu veranschaulichen, wurde eine Übersichtskarte erarbeitet. Der Kartenausschnitt wurde so gewählt, dass alle Objekte gut sichtbar entsprechend ihrer Nummerierung eingetragen werden konnten. Auf der Rückseite der Karte sind die Kontaktdaten, die Nutzung und eventuelle Öffnungszeiten der 33 ausgewählten Häuser dargestellt. Dazu gibt es jeweils eine kurze Beschreibung der wichtigsten und interessantesten Fakten zum Objekt.

Eine Einleitungsseite stimmt auf das Thema Rittergüter und Herrenhäuser ein. Um die Maßnahme auch mit anderen ILEK-Projekten zu vernetzen, sind beispielsweise auch die „Via Porphyria“ und der „Lutherweg“ in die Karte integriert. Außerdem wurde die Karte gemäß des Layouts der bisherigen ILEK-geförderten Druckerzeugnisse gestaltet. So ist es möglich den Gesamtzusammenhang des Komplexprojektes Schlösser, Rittergüter und Herrenhäuser in der LEADER-Region Land des Roten Porphyr darzustellen.

Die Faltkarte wurde in einer Auflage von 10.000 Stück gedruckt und ist für Interessenten kostenfrei in den Tourist-Informationen in Gnandstein und Rochlitz erhältlich. Sie stößt seither auf ein großes Interesse. 

Hier können Sie sich die Faltkalte zur Ansicht herunterladen:

Faltkarte "Rittergüter und Herrenhäuser im Kohrener Land und in der Region Leipzig" (1,33 MB)

Netzwerk Bergbau

Ziel des Projektes "Netzwerk Bergbau" ist es, Akteure rund um das Thema Bergbau im Erzgebirge und den angrenzenden Regionen zusammenzubringen und so gemeinsam die Montangeschichte touristisch zu vermarkten. Im Land des Roten Porphyr sind hier der St. Johannes Stolln und die Projekte des Vereins Historischer Bergbau Seelitz e.V. inbegriffen.

Es sollen gemeinsame Werbemaßnahmen und Wertschöpfungsketten entwickelt werden.